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Damit der Geist Don Boscos lebendig bleibt: Studientag zur Berufungspastoral in Würzburg

Würzburg - Wie können wir Menschen neu begeistern, sich im Geiste Don Boscos für benachteiligte junge Menschen einzusetzen? Wen oder was braucht es, um das Charisma Don Boscos und seinen Auftrag an uns, für junge Menschen da zu sein, in unserer heutigen Zeit lebendig zu halten? Was ist zu erneuern, neu zu beleben und neu auszurichten, damit sich Menschen die Frage nach ihrer Berufung, auch nach einer Ordensberufung, stellen?

Diesen und anderen Fragen rund um das Thema Berufungspastoral stellten sich im März 2015 gut 50 Mitbrüder, Mitglieder der Don Bosco Familie, angestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Freiwillige aus vielen Einrichtungen und Niederlassungen der Deutschen Provinz bei einem „Studientag zur Berufungspastoral“ in Würzburg.

Zu Beginn zeigte P. Reinhard Gesing in seinem Impulsreferat, das er unter das Wort Don Boscos: „Tut alles, was möglich ist, und ich würde sogar sagen, das Unmögliche, um in den Herzen die Berufung zu wecken“ stellte, auf, welchen Herausforderungen sich Don Bosco schon vor 150 Jahren gegenüber sah und wie er auf diese zeitgemäße Antworten fand.

Als Salesianer Don Boscos bzw. MitarbeiterInnen sind wir vor allem dazu berufen, junge Menschen beim Entdecken und Entfalten ihrer Fähigkeiten zu unterstützen und so ihrem Leben Richtung und Sinn zu geben. Sehr anschaulich und persönlich erzählten zwei Mitarbeiterinnen und ein Salesianer von eigenen „Berufungserlebnissen“ und warum sie sich heute im Sinne Don Boscos engagieren. Im weiteren Verlauf des Studientages setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vertieft mit salesianischen Grundprinzipien wie Liebenswürdigkeit, Assistenz, Gastfreundschaft und gelebtem Glauben auseinander.

Der Leiter des Zentrums für Berufungspastoral in Freiburg, Michael Maas, bezog sich mit seinem Vortrag besonders auf die Neu-Berufung junger Menschen für verschiedene Dienste in der Kirche. In Übereinstimmung mit den Leitlinien salesianischer Jugendpastoral betonte Maas die Bedeutung von Menschen, die als glaubhafte Vorbilder die christliche Frohbotschaft den jungen Menschen auf ihrer Suche nach eigener Identität und Orientierung lebensnah anbieten können.

Provinzial P. Josef Grünner zeigte sich mit dem Verlauf des Studientags anlässlich des 200. Geburtstags Don Boscos sehr zufrieden. „Wir wollen, dass der Geist Don Boscos lebendig bleibt. Und diese Begeisterung ist heute sehr zum Ausdruck gekommen“, so Grünner. Gleichzeitig habe er so etwas wie einen kleinen Paradigmenwechsel erlebt: „Bisher haben wir Berufungspastoral sehr eng als Aufgabe der Salesianer gesehen. Dieses Verständnis ist durch diesen Tag geweitet worden. Ich bin dankbar zu spüren, dass alle, auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dieses Anliegen mittragen, da sind wir heute sehr bestärkt und ermutigt worden.“

Benjamin Henn / Katharina Hennecke