Leben als Salesianer
Sie befinden sich hier: HOME    LEBEN ALS SALESIANER    BERUFEN – ABER WOZU?

Berufung ja! - aber wozu?

Berufen zum Bruder

Don Bosco ging es stets darum, so nah wie möglich bei den Jugendlichen zu sein, mit ihnen ihr Leben und ihren Alltag zu teilen und ihre Sicht der Welt kennenzulernen. Er wollte keinen Orden, der sich nach außen hin abschließt, sondern einen Orden, der sich verändern kann, dynamisch und offen für Neues ist. Aus diesem Grund sind die Salesianerbrüder nicht wegzudenken und in unserem Orden und von zentraler Bedeutung.

Salesianerbrüder sind Ordensmänner, die eine fachliche und berufliche Ausbildung haben, und die Jugendlichen beispielsweise bei ihrer Ausbildung in Werkstätten begleiten. Sie arbeiten unter anderem in der Pädadgogik, in der Verwaltung und im handwerklichen Sektor.

Die Salesianerbrüder sind Vermittler und Schnittstelle zwischen der Alltagswelt der Jugendlichen auf der einen Seite und dem Glauben und der Kirche auf der anderen Seite. Durch ihre große Nähe zum Alltag der Jugendlichen haben sie die Möglichkeit, die Jugendlichen auf ihrer eigenen Suche nach ihrem Glauben und Gott zu unterstützen und zu begleiten.

Don Bosco entschied damals ganz bewusst, dass seine Brüder kein Ordensgewand tragen sollten, sondern sich genau so kleiden wie ihre Mitmenschen. Auch dies ist ein Zeichen für die große Nähe der Salesianerbrüder zu den Menschen und ihrem Alltag.
Salesianerbrüder leben so ganz in der Welt und ganz für Gott. Brüder und Priester bilden eine notwendige gegenseitige Ergänzung in der gemeinsamen salesianischen Berufung und im gemeinsamen Apostolat, Jugendlichen zu helfen.

Berufen zum Diakon

Die Lebensform des ständigen Diakons ist noch jung, denn lange Zeit war das Diakonat nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zum Priester. Erst das II. Vatikanische Konzil (1962-1965) verlieh dem Amt eine neue eigenständige Bedeutung, mit eigenem Profil und eigener Aufgabe. Diakone sind somit geweihte Amtsträger der Kirche. Sie können das Evangelium in der Eucharistiefeier verkünden, taufen und bei Eheschließungen assistieren. Im Unterschied zum Priester können sie aber keiner Messe vorstehen oder die Beichte abnehmen.

Anfangs nahmen hauptsächlich verheiratete Männer dieses Amt wahr und somit gibt es bisher nur sehr wenige Ordensleute, die diese Berufung für sich entdecken. In der deutschen Provinz gibt es bisher zwei ständige salesianische Diakone.

Diakon bedeutet übersetzt „Diener“. Die Salesianer Don Boscos wollen Diener der Schwachen besonders der Kinder und Jugendlichen sein. Ein ständiger Diakon vermittelt zwischen Gemeinde und Altar, zwischen den Jugendlichen und Gott. Und erinnert Priester und Bischof stets daran, dass auch ihre erste Weihe die Weihe zum Dienst war.
Das Besondere am Dienst der salesianischen Diakone ist ihre Arbeit mit und für junge Menschen.

Berufen zum Priester

Auch das Leben als Salesianerpriester findet nicht hinter hohen Mauern und fern von der Alltagswelt statt, sondern mitten unter den Jugendlichen. Sie arbeiten beispielsweise als Erzieher, Lehrer, Jugendseelsorger oder in der Medienarbeit. Don Boscos Herzenswunsch war es, Gott für junge Menschen erfahrbar zu machen und sie zu einem Leben als Kind Gottes hinzuführen.
Die Salesianerpriester öffnen den Menschen und vor allem den Jugendlichen die Tore zur Kirche und damit zu einem Ort, an dem und durch den Gott zu den Menschen kommt und ihnen immer zur Seite steht. Sie wollen durch ihren Dienst an den Sakramenten und in der Verkündigung des Wortes Gottes einen Gott bezeugen, der vor allem ein Gott der Jugend ist.

Das Leben des Priesters hat seine Mitte und seine Quelle in der Feier der Eucharistie. Die Feier der Eucharistie bezeugt die Gegenwart Christi in unserem Leben und diese Gegenwart durchströmt und macht die Arbeit, das Leben und die Freizeit der Salesianer Don Boscos lebendig.