Leben als Salesianer
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Wie wird man Salesianer? - 4 Stationen

Es gibt vier formale Ausbildungsphasen auf dem Weg zum Salesianer Don Boscos, doch eigentlich dauert der Weg ein Leben lang. Denn es geht immer darum, das eigene Leben, Denken und Handeln stets ein wenig mehr nach den Werten des Evangeliums und dem Geist Don Boscos auszurichten und das hört auch nach der Ausbildung nicht auf.

Dieser Weg ist lang und manchmal auch gar nicht so einfach. Doch das Gute ist, dass wenn man den Weg einmal eingeschlagen hat, immer auch andere mit einem gehen und auch einmal stolpern. Während der gesamten Ausbildung wird man von anderen Salesianern Don Boscos begleitet und unterstützt.

Die Zeit der Ausbildung ist eine Zeit des Ausprobierens, Zweifelns und der Prüfung, ob man sein Leben wirklich den Jugendlichen und Don Bosco widmen möchte.

Die vier Ausbildungsphasen

wollen wir Ihnen im Folgenden vorstellen.

1. Aspirantat/Vornoviziat

Der erste Schritt, das Aspirantat, ist geprägt von Begegnungen, intensivem Kontakt, ersten Erfahrungen mit den Salesianern, einem lebendigen geistlichen Leben und zum Teil auch schon vom Leben in einer Gemeinschaft der Salesianer Don Boscos.

Diese Phase ist die Vorbereitung für das Vornoviziat, welches ein halbes Jahr andauert. In diesem halben Jahr lebt und arbeitet man in einer salesianischen Ordensgemeinschaft und wird dabei persönlich und geistlich begleitet.

Zudem gibt es viele Angebote, um sich mit Don Bosco und der salesianischen Berufung auseinanderzusetzen. Da deutsche Novizen das internationale Noviziat der Salesianer Don Boscos in Pinerolo/Italien besuchen, gibt es im Vornoviziat auch die Möglichkeit, entsprechende Sprachkenntnisse zu erwerben.

Die Zeit des Aspirantats und des Vornoviziats ist vor allem eine Zeit des Nachdenkens und der Auseinandersetzung mit der eigenen Berufung.
Derzeit befinden sich die Aspiranten und Vornovizen der deutschen Provinz in den Häusern

2. Noviziat

Wer sich im Aspirantat bzw. Vornoviziat von seiner salesianischen Berufung überzeugt hat, für den ist die nächste Station das Noviziat.

An der Seite des Novizenmeisters, geht es nun darum, seiner Motivation noch einmal auf den Grund zu gehen und zu prüfen, ob man für das salesianische Leben geeignet ist.

In dieser Zeit gilt es auch, das geistliche Leben als Ordenschrist einzuüben. Die deutschen Novizen verbringen das Noviziat in Pinerolo/Italien.

Diese Zeit in der Heimat Don Boscos ermöglicht es ihnen, dem Ordensgründer, seinem Leben, Arbeiten und seiner Umgebung besonders nahe zu sein.

Das Noviziat endet mit der Ersten Profess. Diese wird in der Regel für drei Jahre abgelegt und dementsprechend später erneuert.

3. Zeitliche Profess

Die Zeitliche Profess ist der dritte Schritt auf dem Weg zum Salesianer. In dieser sechsjährigen Zeit geht es vor allem um das Sammeln von praktischer Erfahrung im salesianischen Leben, der Jugendarbeit und um die eigene berufliche Ausbildung.

Welche Ausbildung man konkret absolviert, hängt von den mitgebrachten Qualifikationen ab und davon, ob man Salesianerbruder, Salesianerdiakon oder Salesianerpriester werden möchte.

Wer sich für das Priestertum entschieden hat, wird in dieser Zeit Sozialpädagogik und Theologie an der Katholischen Stiftungsfachhochschule für Sozialwesen und an der Philosophisch-theologischen Hochschule in Benediktbeuern studieren.

Die, die den Weg des Salesianerbruders gewählt haben, vertiefen in dieser Zeit ihre berufliche Ausbildung.

Für die Kandidaten des ständigen Diakonats gibt es pädagogische und pastorale Ausbildungsgänge.

Neben dieser theoretischen Ausbildung bietet die Zeitliche Profess auch genügend Gelegenheit, um praktische Erfahrungen in der Arbeit mit jungen Menschen zu sammeln.

4. Ewige Profess

Es ist der letzte offizielle Schritt, um Salesianer Don Boscos zu werden, die Ewige Profess.

Mit der Ewigen Profess wird die letzte Entscheidung gefällt, sein ganzes Leben der Gemeinschaft,Don Bosco und jungen Menschen zu widmen. Die Ewige Profess wird nach sechs oder spätestens neun Jahren abgelegt. Für die Priesterkandidaten schließt sich an das Theologiestudium das einjährige Diakonat und die Priesterweihe.

Doch auch nach diesem letzten offiziellen Schritt gibt es noch viele weitere Schritte, um auf dem Weg der Salesianer Don Boscos weiterzugehen. Ausbildungen, Exerzitien, Fort- und Weiterbildungen helfen dabei, nicht stehen zu bleiben, sondern mit- und weiterzugehen.