Unsere Berufung
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Geistliche Berufung

Woher weiß ich, wozu Gott mich berufen hat? Wie erkenne ich meine Berufung zu einem Dienst in der Kirche?

Um die eigene Berufung zu erkennen, gibt es kein Patentrezept, es gibt keine eindeutigen, auffälligen Zeichen und keine vom Himmel fallende Offenbarung.
Um den Ruf Gottes zu erkennen, braucht es Zeit und Ruhe. Ruhe, um die vielleicht eher unsichtbaren und oft auch widersprüchlichen Zeichen, die Gott uns im Alltag gibt, zu erkennen und einzuordnen.

Oft haben diese Zeichen etwas mit den eigenen Gefühlen und Empfindungen im täglichen Leben zu tun. Manchmal ist es ein Zeichen, dass ich mit meiner Lebenssituation nicht mehr zufrieden bin, aber es dafür keinen eindeutigen Grund wie eigenes Versagen, Überforderung oder ein kritisches Ereignis gibt.

Berufung zu einem Dienst in der Kirche bedeutet vor allem der Dienst an anderen Menschen. Somit stellt sich bei der Frage nach der eigenen Berufung auch die Frage, ob ich gerne anderen Menschen helfe, ob ich diese Hilfe mit Freude erbringe und ob ich bereit bin selbstlos und ohne direkte Belohnung zu helfen. Die Freude am Dienst für andere ist häufig ein wichtiges Erkennungszeichen.

Eine geistliche Berufung ohne religiöse Motivation ist undenkbar. Freude am Glauben, Hingezogensein zu spirituellen Werten und Vollzügen wie Gebet oder Meditation und die Bejahung der kirchlichen Gemeinschaft sind darum Grundlage einer jeden geistlichen und kirchlichen Berufung.
Dazu gehört auch, die Feier der Eucharistie als Mitte des christlichen Lebens zu verstehen und sich zur Feier der Eucharistie hingezogen zu fühlen.

Kirchliche Berufung, das ist eine Berufung für und in eine Gemeinschaft. Wenn ich meinen Glauben gerne mit anderen teile, zum Beispiel in Glaubensgesprächen, so kann das ein Anzeichen für eine Berufung sein.

Ein weiteres Zeichen für die eigene Berufung ist der Wunsch danach, dass der Glaube und das Evangelium mein ganzes Leben und jeden dazugehörigen Bereich prägen. Mit der Zeit gehört zu einer Berufung auch eine wachsende innere Gewissheit und die damit verbundene Freude:
„Ich bin von Gott gemeint! Er ruft mich! Und ich bin froh darüber!“
Dabei darf man jedoch nicht vergessen, dass zu dieser Gewissheit immer wieder Zweifel und Unsicherheiten gehören.

Berufen zum Salesianer Don Boscos?!

Neben den oben genannten Anzeichen für eine geistliche Berufung gibt es für die Berufung zum Salesianer Don Boscos weitere wichtige Erkennungszeichen. Um meine Berufung als Salesianer Don Boscos zu erkennen, sollte ich mich fragen,...

…ob ich mich von Don Bosco angesprochen und berührt fühle, denn nur dann kann sich meine salesianische Berufung entfalten, da die Salesianer Don Boscos Jesus Christus in der Weise nachfolgen, wie Don Bosco es vorgelebt hat.

…ob ich Freude daran habe, jungen Menschen zu helfen und ihnen Offenheit, Interesse und Liebe entgegenbringe. Denn die Salesianer Don Boscos sind dazu berufen für die jungen Menschen „Zeichen und Botschafter der Liebe Gottes“ zu sein..

… ob ich es mir zutraue und vorstellen kann, in einer brüderlichen Gemeinschaft zu leben und im Team zu arbeiten. Die Berufung der Salesianer Don Boscos besteht auch darin, in einer brüderlichen Gemeinschaft zu leben und somit stellt die Fähigkeit zum Leben in Gemeinschaft eine wichtige Voraussetzung für das Leben als Salesianer Don Boscos dar.

…ob ich die drei evangelischen Räte, Gehorsam, Armut und ehelose Keuschheit, die die salesianische Ordensberufung beinhaltet, bejahe und bereit bin, mein Leben ganz in den Dienst an der Jugend zu stellen.