Unsere Berufung
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Meine Berufung erkennen

Die eigene Berufung zu erkennen, zu verstehen und ihr zu folgen ist ein lebenslanger Prozess und letztlich auch ein Geschehen, das stets ein Geheimnis bleiben wird. Denn Berufung, das ist eine Liebesbeziehung zwischen Gott und einem Menschen und somit oft rational nicht ergründbar. Die Entscheidung, Gottes Ruf zu folgen, muss eine freiwillige Entscheidung sein, da Gott keine Menschen zu etwas zwingen möchte.

Wohin führt mich mein Weg? Welche Spuren möchte ich hinterlassen?

Die Erfahrung und die Erlebnisse derer, die dem Ruf Gottes gefolgt sind, haben gezeigt, dass es aber durchaus Hilfen gibt, die den Weg der Berufung erleichtern.

An oberster Stelle stehen hier Zeiten der Stille und des Gebets. Denn ohne das Gespräch mit dem Rufenden, also Gott und Jesus Christus, wird die Suche nach der eigenen Berufung nahezu unmöglich. Das Lesen der Berufungsgeschichten in der Heiligen Schrift kann dabei helfen, Zeichen und Hinweise auf die eigene Berufung zu entdecken.

Da meine Berufung etwas ist, was mich als ganzen Menschen betrifft, ist es wichtig, viel über sich selbst, die eigenen Begabungen, Stärken, Vorlieben aber auch Schwächen nachzudenken. Oft ist es hilfreich, diese Gedanken schriftlich festzuhalten. Bei der Reflexion über die eigene Person sollte man jedoch nicht nur auf die eigenen Gedanken vertrauen, sondern ebenfalls mit anderen Menschen, die einem nahestehen und offen gegenüber einer geistlichen Berufung sind, sprechen (z.B. mit Eltern, Freunden, Paten, Lehrern oder Seelsorgern).

Die Suche nach der eigenen Berufung kann durch ganz praktisches Vorgehen und Erfahrungen erleichtert werden. Zum einen ist da das Sammeln von Informationen über die Berufungsformen, die einen besonders interessieren.
Zum anderen ist es wichtig zu erleben, wie sich Berufung im Alltag anfühlt und lebt. Überall trifft man inzwischen auf offene Türen, wenn man beispielsweise einige Tage in einer geistlichen Gemeinschaft mitleben oder ein Praktikum machen möchte. So kann man „Berufung“ ausprobieren und spüren, ob einen eine bestimmte Lebensform anspricht, ohne sich für etwas zu verpflichten.
Um der eigenen Berufung auf die Spur zu kommen, sind Begleitung und Reflexion der gemachten Erfahrungen z.B. durch regelmäßige Gespräche mit einem vertrauten Seelsorger eine wichtige Hilfe.

Alles in allem ist es ein Prozess, der viel Geduld, Gelassenheit und am Ende Mut zu einer endgültigen Entscheidung verlangt. Doch die endgültige Entscheidung z.B. in den ewigen Gelübden erfolgt erst mehrere Jahre, nachdem man sich für einen ersten Schritt entschieden hat. In dieser Zeit hat man viele Möglichkeiten, den eingeschlagenen Weg zu prüfen und außerdem wird man diesen Weg nie alleine gehen, sondern immer Hilfe und Unterstützung bei Mitsuchenden finden.