Ordensfrau (FMA)

Die Don Bosco Schwestern sind katholische Ordensfrauen. Untereinander verbindet sie besonders die Liebe zu Kindern und Jugendlichen, die ihnen Gott ins Herz gelegt hat. Die jungen Menschen stehen im Mittelpunkt ihrer Aufmerksamkeit. Auch die Anliegen von Familien und jungen Frauen sind ihnen sehr wichtig.

Website der Don Bosco Schwestern

Die Don Bosco Schwestern haben ihren Ursprung in dem kleinen norditalienischen Dorf Mornese. Hier begegnete Don Bosco Maria Mazzarello, die die Arbeit für junge Mädchen zu ihrem Lebensinhalt machte. 1872 gründete sie mit Don Boscos Unterstützung die Kongregation der "Töchter Mariä Hilfe der Christen" (FMA). Zwei Jahre später wurde Maria Mazzarello offiziell zur Oberin der Gemeinschaft ernannt, der sie von Anfang an schon vorstand.

Im deutschen Sprachraum ist der Orden unter dem Namen „Don Bosco Schwestern“ bekannt. Grundlage ihrer Spiritualität und Pädagogik sind die Zeugnisse der beiden Ordensgründer Don Bosco (1815–1888) und Maria Mazzarello (1837–1881).

Erklärfilme zum Leben Don Boscos und Maria Mazzarellos

Johannes Bosco (1815–1888) kümmerte sich in einer wirtschaftlich und politisch sehr schwierigen Zeit um die Straßenkinder Turins. Er gründete für sie Freizeitzentren, Schulen und Berufsausbildungsstätten. Als leidenschaftlicher Priester, Erzieher und Sozialarbeiter widmete er sein ganzes Leben den jungen Menschen.

Maria Mazzarello (1837–1881) arbeitete den Großteil ihres Lebens als engagierte Laiin. Von Jugend an war es ihr ein brennendes Anliegen, die Mädchen ihres Dorfes zu fördern. Ihr Tun bekam eine weltweite Dimension, als sie das Angebot Don Boscos annahm, einen Frauenorden zu gründen. Als erste Don Bosco Schwester steht sie für Mut, Innovation und Gottvertrauen.

Don Bosco Schwestern liegt das Wohl junger Menschen am Herzen. Daher schenken sie ihre Aufmerksamkeit in besonderer Weise Kindern und Jugendlichen, jungen Frauen und Familien. Don Boscos Leitsatz "Es genügt mir, zu wissen, dass ihr jung seid, um euch zu lieben" ist Ausdruck seines leidenschaftlichen Einsatzes für das "zeitliche und ewige Glück" der ihm Anvertrauten.

Ausflüge planen, basteln und spielen, bei den Hausaufgaben helfen, Ansprechpartnerin sein: Die Don Bosco Schwester Bernadeth Geiger widmet ihre Zeit und ihr Leben ganz Kindern und Jugendlichen. Unterstützung und Kraft für diese Berufung erhält sie durch ihre Beziehung zu Gott und ihre Mitschwestern (Video, 2:37 Minuten)

Die Grundausbildung dauert bei den Don Bosco Schwestern zehn Jahre. Auf den ersten Blick erscheint dies eine lange Zeit. Sie ist jedoch wichtig für das Hineinwachsen in die Ordensgemeinschaft. Die Phase der Anfangsformation umfasst die Zeit der Prüfung und Orientierung bis zur Ablegung der Gelübde auf ewig.

1. Zeit der Prüfung und Orientierung (Aspirantat)
Das (interne oder externe) Aspirantat dauert ungefähr ein Jahr und dient dazu, das salesianische Charisma und das Ordensleben kennenzulernen. 

2. Postulat
Als Postulantin lebt eine junge Frau für ein Jahr in einer Gemeinschaft der Don Bosco Schwestern mit, um so ganz konkrete Erfahrungen mit dem salesianischen Lebensstil zu machen. Durch pastorale Einsätze macht sie sich mit salesianischen Aufgabenfeldern vertraut.

3. Noviziat
Nach der Zeit des Postulats folgt das zweijährige Noviziat (Novize = Neuling) in der internationalen Gemeinschaft in Castelgandolfo (Italien). Das Noviziat dient der unmittelbaren Einführung in das Ordensleben. Am Ende der zwei Jahre entscheidet die Novizin in aller Freiheit, ob sie das Versprechen (Profess) ablegt, sich Gott zu weihen, um im Geist Don Boscos und Maria Mazzarellos für junge Menschen da zu sein. Von nun an lebt sie ihre Sendung in Gemeinschaft der Mitschwestern und nach den drei evangelischen Räten der Keuschheit, der Armut und des Gehorsams.

4. Juniorat
Die Zeit nach der Ersten Profess bis zur Ewigen Profess wird Juniorat genannt. Bei den Don Bosco Schwestern dauert sie sechs Jahre. In dieser Zeit werden jährlich die zeitlichen Gelübde erneuert. Diese Zeit ist der Tochter Mariä Hilfe der Christen geschenkt, um durch konkrete Aufgaben im Dienst an Kindern und Jugendlichen, die ihren Eignungen und Neigungen entsprechen, immer mehr in das salesiansche Charisma und das Lebens als Ordensfrau hineinzuwachsen. Diese Zeit dient in besonderer Weise auch der Vertiefung der salesianischen Spiritualität sowie der persönlichen und pädagogischen Aus-, Fort- und Weiterbildung.

5. Ewige Profess
Nach der Junioratszeit erfolgt das Ablegen der Gelübde auf Lebenszeit. „In voller Freiheit“ entscheidet sich die Tochter Mariä Hilfe der Christen dafür, für immer in inniger Verbundenheit mit Gott zu leben und im Geist Don Boscos und Maria Mazzarellos dazu beizutragen, dass das Leben junger Menschen gelingt.

Ihre Kraft schöpfen die Don Bosco Schwestern aus der Beziehung zu Jesus Christus, von dem sie lernen, an den guten Kern in jedem Menschen zu glauben.

Unerlässlich bleibt auch der Blick auf Maria Mazzarello und Don Bosco, ihre Ordensgründer. Die kreative Treue ebenfalls. Don Bosco und Maria Mazzarello sind Quellen der Inspiration. Die gegenwärtige Zeit nicht weniger. Lässt sich unter einen Hut bringen, was eineinhalb Jahrhunderte auseinanderliegt? Die Herausforderung bleibt.

In Deutschland und Österreich leben 125 Schwestern an 15 Standorten der 2014 gegründeten Deutschsprachigen Provinz der Don-Bosco-Schwestern. Sie arbeiten

  • in Kindergärten und -tagesstätten
  • in Horten und in Schulen
  • in Sozialpädagogischen Wohnprojekten
  • in Wohngemeinschaften für Studierende
  • im Jugendzentrum und in der Jugendherberge
  • bei kinder-, jugend- und familienpastoralen Veranstaltungen
  • beim VIDES-Freiwilligendienst und in der Missionsprokur
  • in der Pfarrpastoral
  • im Einsatz für junge Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund

Mit ihrem Einsatz möchten die Schwestern dazu beitragen, dass das Leben junger Menschen gelingt. Sie tun dies, indem sie ihnen Begleitung, Bildung und Beheimatung schenken.

Die missionarische Dimension ist für die Schwestern in der Spur Don Boscos und Maria Mazzarellos von Anfang an ein identitätsstiftendes Wesenselement.

Eines der ausdrucksstärksten Bilder der ersten Gemeinschaft von Mornese ist jenes, das Schwestern und Mädchen rund um die Weltkarte versammelt darstellt. Bereits fünf Jahren nachder Gründung ihres Instituts gehen die ersten Schwestern nach Südamerika. Manche von ihnen kommen nie mehr nach Europa zurück. Wie groß muss ihr Vertrauen in Gott gewesen sein, dieses Abenteuer zu wagen.

Heute, über 140 Jahre später, sind weltweit über 12.000 Don Bosco Schwestern in 94 Ländern der Erde tätig.

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Sr. Petra Egeling FMA ist Provinzsekretärin und gerne für Ihre Anliegen da.

Deutschsprachige Provinz der Don Bosco Schwestern
Provinzialat
Schellingstraße 72
80799 München
Tel.: 089 / 38 15 80-163
Fax: 089 / 38 15 80-28
E-Mail: info@donboscoschwestern.net