Priester, Erzieher und
Ordensgründer: der heilige
Johannes Bosco (1815–1888)

Heiliger Johannes Bosco

Der Turiner Erzieher, Priester und Ordensgründer Johannes Bosco (1815–1888) gehört zu den großen Sozialaposteln des 19. Jahrhunderts. Er verstand sich als Anwalt der Jugend. Sein Leben lang kämpfte er gegen Ausgrenzung und Ausbeutung junger Menschen. Als Priester in Turin lernt er die Schattenseiten der Industrialisierung kennen, erlebt, wie viele junge Menschen auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben in die Stadt ziehen, dort aber auf der Straße oder im Gefängnis landen. Er holt arme und verwahrloste Kinder und Jugendliche von der Straße und nimmt sie in seinem „Oratorium“, einem offenen Jugendzentrum, auf. Ihnen zu helfen wird sein Lebenswerk.

Don Bosco ist überzeugt davon, dass in jedem jungen Menschen ein guter Kern steckt. Revolutionär zur damaligen Zeit ist sein Erziehungsstil, der auf spürbare Liebe, Einsicht, Glaube und Prävention setzt statt auf harte Strafen. Sein Mut und sein Optimismus stecken an: Viele der Jugendlichen, die er betreut, wollen sich mit ihm engagieren. Deshalb ruft Johannes Bosco 1859 die „Gesellschaft des Heiligen Franz von Sales“ ins Leben – die Salesianer Don Boscos. Als zweitgrößte Ordensgemeinschaft der katholischen Kirche zählen sie heute rund 15.300 Mitglieder in 132 Ländern der Welt. Mit Maria Dominika Mazzarello (1837 – 1881) gründet er 1872 das „Institut der Töchter Mariä Hilfe der Christen“ (die Don Bosco Schwestern), die heute mit rund 12.000 Schwestern einen der größten katholischen Frauenorden der Welt bilden.

Zur weltweiten Don-Bosco-Bewegung gehören heute neben der von Don Bosco selbst gegründeten Vereinigung der Salesianischen Mitarbeiter/innen (SMDB) rund 200.000 Ehemalige der Salesianer Don Boscos und der Don-Bosco-Schwestern, 260.000 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen, weitere geistliche Gemeinschaften mit ihren Mitgliedern, Stifter, Spender und Wohltäter sowie viele engagierte Don Bosco Volunteers.

Wo Sie Don Bosco in Deutschland finden können, lesen Sie hier.

Zur Website der Salesianer Don Boscos
Zur Website der Don Bosco Schwestern
Zur Website der Salesianischen Mitarbeiter/innen Don Boscos
Zur Website der Don Bosco Volunteers


Don Bosco wollte den Jugendlichen immer auf Augenhöhe begegnen. Sein Erziehungsstil, der auf Liebe, Einsicht, Glaube und Prävention setzte statt auf harte Strafen, war revolutionär für die damalige Zeit. Selbst in ärmlichen Verhältnissen nahe Turin aufgewachsen kümmerte sich Don Bosco später um bedürftige Jugendliche, die im beginnenden Industriezeitalter auf der Strecke geblieben waren. Der Geistliche wollte benachteiligte junge Menschen mit einer Ausbildung fit fürs Leben machen.

"Habt Mut, fröhlich zu sein." Maria Mazzarello war es immer wichtig, anderen die Freude am Leben und am Glauben zu vermitteln. Sie wollte jungen Mädchen eine wirtschaftliche und religiöse Grundlage mitgeben. Später gründete Don Bosco mit ihr das Institut "Töchter Mariä, Hilfe der Christen", im deutschsprachigen Raum kurz "Don Bosco Schwestern" genannt. Maria Mazzarello wird heute wegen ihres Einsatzes für junge Frauen als Heilige verehrt. Ihr Beispiel zeigt, dass jeder, egal, aus welchen Verhältnissen er stammt, Großes bewirken kann.