Schwester Susanne Stachl (49)
ist Don Bosco Schwester. Ihre
Berufung sieht die Ordensfrau
in der Begleitung Jugendlicher.

Miteinander trommeln

Schwester Susanne Stachl  lässt sich in ihrem Leben von Gott leiten

Jeden Mittwochvormittag trifft sich Schwester Susanne Stachl mit einigen ihrer Mitschwestern zum Trommeln. Etwa acht Ordensfrauen machen mit bei dem sogenannten „Drum Circle“. Schwester Susanne leitet die Gruppe an. Ob jemand Erfahrung beim Trommeln hat oder nicht, spielt keine Rolle. „Es geht um den Augenblick, um das Miteinander-Musizieren, völlig ohne Noten.“

Die 49-Jährige macht zur Zeit ein Sabbatjahr. Um zu sich zu kommen und sich in unterschiedlichen Bereichen neu zu orientieren. Während dieser persönlichen Auszeit besucht sie auch einen Rhythmik-Kurs. Und erweitert dort mit viel Freude ihre musikalischen Kenntnisse. „Ich habe auf diese Weise Einiges über Samba-Rhythmen kennengelernt und mich für westafrikanische Trommeln begeistert“, erzählt die Frau, die als Kind Klavierunterricht hatte und im Kloster die Orgel spielt. Sie kann sich gut vorstellen, ihre neu erworbenen Fähigkeiten später in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen einzusetzen.

Denn darin sieht sie natürlich ihren ersten Auftrag als Don Bosco Schwester. Vor 20 Jahren trat sie in den Orden ein, 2002 legte sie ihre Erste Profess ab. Gott habe ihr gezeigt, dass das ihr Weg sei. „Wie es dazu kam, kann ich nicht in Worte fassen“, sagt sie. „Das ist ein innerer Prozess, für den mir die Worte fehlen und für den es vielleicht gar keine Worte gibt.“ Erstmals mit den Don Bosco Schwestern in Kontakt kam sie, als sie aus ihrem oberbayerischen Heimatdorf zum Studium nach München ging und ein Zimmer suchte – und im Ermelindaheim des Ordens landete.

Wo Schwester Susanne Stachl, die sich selbst als „zuverlässig, humorvoll, Sturkopf“ beschreibt, nach ihrem Sabbatjahr tätig sein wird, ist noch nicht entschieden. Eins jedoch steht für sie fest: „In allererster Linie braucht es eine enge, lebendige Beziehung zu Gott. Das ist das A und O. Alles andere wird einem geschenkt.“

Weitere Beispielgeschichten über:

- Salesianerbruder Mike Goldsmits
- Sozialpädagogin Tanja Holzmeyer
- den ehemaligen Don Bosco Volunteer Lukas Nieß
- Sozialpädagogin Katharina Werner
- Diakon und Priesterkandidat Simon Härting